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Weltweite Energiewende braucht Pumpspeicherkraftwerke

26. Februar 2020
 
Pumpspeicherkraftwerke haben das Potenzial, die Energiewende weltweit voranzubringen. Als langfristiger Stromspeicher können sie den Übergang zu einem vollständig regenerativen Energiesystem absichern, sind Forscher des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA) überzeugt. 
 
Und das zu wettbewerbsfähigen Preisen und verhältnismäßig geringen Umwelteingriffen. In einer Studie haben die Forscher des bei Wien gelegenen Instituts die globalen Potenziale von Pumpspeichern ermittelt. Demnach gibt es weltweit eine theoretische Kapazität für die Stromspeicherung mit Pumpspeicherkraftwerken von mehr als 17.000 TWh. Das entspräche rund 80 Prozent des globalen Stromverbrauchs im Jahr 2017.
 
Die IIASA-Forscher sehen in Pumpspeicherkraftwerken eine etablierte, aber global betrachtet, zu selten genutzte Technologie zur saisonalen Energiespeicherung. Mit dem Wachstum der volatilen Erzeugung aus Wind- und Solarenergie werde die Nachfrage nach saisonalen Speichern weltweit stark anwachsen. Kurzfristig könne dieser Bedarf zwar mit Batteriespeichern gedeckt werden, jedoch sei dies keine langfristige Speicherlösung, betonte Julian Hunt, Hauptautor der IIASA-Studie. Im Vergleich zu anderen Speicherlösungen wie Erdgas seien Pumpspeicher auch sehr wettbewerbsfähig und zugleich nachhaltiger. Wasserstoff sei in Anbetracht der heute noch sehr hohen Kosten keine wirtschaftliche Alternative.
 
Kostengünstige Speicherung in vielen Teilen der Erde
Die Kosten für Pumpspeicherkraftwerke liegen der Studie zufolge bei 0,007 bis 0,2 US-Dollar je Kubikmeter. Der finanzielle Aufwand für die langfristige Energiespeicherung variiere zwischen 1,8 bis 50 US-Dollar pro Megawattstunde. Laut den Studienautoren liegen die Gebiete mit dem höchsten Potenzial für die Speicherung vor allem in Gebirgsregionen wie dem Himalaja, den Anden, den Alpen, den Rocky Mountains, aber auch in Gebieten im Nahen Osten, in Äthiopien, Brasilien, Zentralamerika, Ostasien und Russland. Im Vergleich zu Wasserkraftwerken stufen die Studienautoren zudem die Umweltauswirkungen von Pumpspeichern geringer ein. Durch ihre Bauweise lägen die Eingriffe in die Natur im Regelfall um 10 bis 15 Prozent niedriger.
 
 
Quelle: energate