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Verbraucher haben wieder Lust auf Ökostrom

24. März 2020
 
Die Nachfrage nach grünem Strom hat bei den Verbrauchern 2019 deutlich zugelegt. Sie stieg im Vorjahresvergleich um zehn Prozentpunkte auf 65 Prozent, ergab eine Analyse des Vergleichsportals Verivox anhand der Wechseldaten von 2012 bis Februar 2020. Das Interesse an Ökostrom hatte seinen Höhepunkt nach der Fukushima-Atomkatastrophe 2011. In der Folge entschieden sich im Jahr 2012 76 Prozent, also etwa drei von vier Verbrauchern, für einen Ökostromtarif. 
 
Danach gingen die Zahlen zurück, bis Ökostrom 2018 ein regelrechtes Popularitäts-Tief erreichte. "Wir beobachten, dass das Thema Ökostrom sowohl bei Verbrauchern als auch bei Energieversorgern an Relevanz gewonnen hat", sagte nun Valerian Vogel, Energieexperte von Verivox. Die Nachfrage nach grünem Strom habe wieder Dimensionen wie nach Fukushima. Die gesellschaftliche Relevanz von Ökostrom nähmen derzeit auch die Versorger verstärkt wahr und werben mit den entsprechenden Siegeln um neue Kunden.
 
Die Gütesiegel seien ein wichtiges Stichwort bei der Bewertung des Ökostroms, das hätten mittlerweile auch die Kunden verstanden. "Je strenger das Siegel und je höher der zusätzliche Beitrag zur Energiewende, desto geringer ist auch die Wechselersparnis", erläuterte Verivox. Dieser Umstand wirke sich negativ auf die Nachfrage nach Ökostrom aus. Nur etwas mehr als ein Prozent aller Wechsler würden sich für einen Tarif mit den besonders strengen Siegeln "ok power" oder "Grüner Strom" entscheiden. Dabei bedeute es keinesfalls, dass ein Ökostrom-Angebot ohne Prüf- oder Gütesiegel "minderwertig" sei, so das Vergleichsportal. 
 
Ökostrom oft günstiger als Grundversorgung
Generell seien die Ökostromtarife, selbst mit den strengsten Siegeln, vielerorts günstiger als die Grundversorgungstarife. Im günstigsten empfohlenen Ökostromtarif mit einem Gütesiegel des Tüvs kosten 4.000 kWh im Bundesdurchschnitt 1.004 Euro. Der günstigste Tarif mit einem der Kennzeichnungen "ok power" oder "Grüner Strom" kostet 1.079 Euro. In der Grundversorgung würden die Verbraucher im Schnitt 1.329 Euro zahlen. Die Ersparnis liege also zwischen 250 und 325 Euro im Jahr, so Verivox.
 
 
Quelle: energate