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Selbstverpflichtung für umweltverträglichen PV-Ausbau

08. September 2020
 
Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE) hat eine Selbstverpflichtung für Unternehmen aus der Solarbranche erarbeitet. Das Papier legt Standards für einen umweltverträglichen Bau von Solaranlagen auf freier Fläche fest.
 
Ziel der Maßnahmen ist außerdem eine erhöhte Akzeptanz durch Bürger. Zu den bisher 15 Unterzeichnern gehören die deutsche Tochtergesellschaft des Energiekonzerns Vattenfall und der Energieversorger EnBW.
 
Zu den zentralen Elementen des Papiers gehört eine Aufwertung der genutzten Fläche, sprich eine positive Auswirkung auf die umliegende Umwelt. Konkret ließe sich das mit einer Steigerung der Artenvielfalt messen. Diesen Effekt durch PV-Anlagen zeigte in der Vergangenheit eine durch den BNE in Auftrag gegebene Studie. Grund für die Ausbreitung einzelner Tierarten in Solarparks sei unter anderem die relative Ungestörtheit des Geländes. Außerdem könnten sich durch den Betrieb einer Solaranlage Böden von zuvor intensiv genutzten Agrarflächen erholen. Für eine Erhöhung der Biodiversität sei jedoch ein Pflegekonzept notwendig, betont Elke Bruns vom Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende.
 
Mit Bürgern reden
Weiterer Kernpunkt der Selbstverpflichtung ist eine stärkere Einbindung der Gemeinden in den Planungsprozess von PV-Anlagen. Durch Grünstromtarife könnten die Anwohner direkt von den Anlagen profitieren. Mit dem konkreten Aufzeigen von Vorteilen könne die Bürgerakzeptanz einen gewaltigen Schub erleben, so der BNE, auch wenn die Solarkraft weniger umstritten sei als die Windenergie. Die vom BNE entwickelten Maßnahmen zielen außerdem darauf ab, Solaranlagen möglichst unauffällig in die Landschaft zu integrieren und durch effiziente Bodennutzung Konflikte mit Landwirten zu vermeiden.
 
Laut des BNE könne bereits mit rund drei Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen in Deutschland der gesamte deutsche Strombedarf für 2019 gedeckt werden. Dies entspreche nur einem kleinen Teil der Fläche, die augenblicklich für Energiepflanzen zur Verfügung stehen, also auch heute in einer energetischen Nutzung sind.
 
 
Quelle: energate