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Schleswig-Holstein will bei Klimaschutz nachschärfen

02. November 2020
 
Schleswig-Holstein soll im kommenden Jahr ein überarbeitetes Energiewende- und Klimaschutzgesetz (EWKG) bekommen. Darauf hat sich die Jamaika-Koalition im Landtag verständigt.
 
Das neue Gesetz sieht unter anderem den stärkeren Zubau von PV-Anlagen und einen höheren Anteil an erneuerbaren Energien im Wärme- und Verkehrsbereich vor. In Kraft treten soll es im Herbst 2021.
 
"Wir brauchen mehr Verbindlichkeit und bessere Rahmenbedingungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien im Land", erklärte Energieminister Jan Philipp Albrecht (Grüne). Zudem wolle Schleswig-Holstein "deutliche Fortschritte" bei der Sektorkopplung und der Wärmewende machen. Mit dem Gesetz will die Landesregierung etwa größere Kommunen zur Erstellung eines kommunalen Wärmeplans verpflichten. Daneben ist eine Nutzungspflicht von erneuerbaren Energien in der Wärmeversorgung des Gebäudebestandes vorgesehen, für den Neubau existiert eine solche Regelung bereits. Konkret wird vorgeschlagen, dass beim Austausch einer Heizungsanlage in Gebäuden, die älter als 2009 sind, mindestens 15 Prozent des jährlichen Energiebedarfs durch erneuerbare Energien zu decken.
 
Dachsolar als Standard
Bei neu errichteten Parkplätzen mit mehr als 100 Stellplätzen sieht das künftige Gesetz eine verpflichtende Überdachung mit Photovoltaikanlagen vor. Auch beim Neubau und der Dach-Renovierung von Nichtwohngebäuden sollen Solaranlagen künftig Standard sein. Jüngere Studien sehen ein Potential der Photovoltaik auf Gebäuden in Schleswig-Holstein von 7.000 bis 9.000 MW vor, derzeit sind rund 1.000 MW realisiert.
 
 
Quelle: energate