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ok-power-Newsletter August 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

gute Nachrichten sind in diesen nach wie vor herausfordernden Zeiten besonders willkommen. Und so freuen wir uns über die positive Bilanz, die ok-power für das Jahr 2019 ziehen kann: Die Zertifizierungsmenge stieg deutlich um rund 26 Prozent. Details zum Jahresabschluss lesen Sie in dieser Ausgabe sowie ausführlich im kürzlich erschienenen Tätigkeitsbericht 2019.

Erfahren Sie in diesem Newsletter zudem, was es mit dem innovativen „Energiewendemonitor“ des ok-power-zertifizierten Ökostromanbieters ENTEGA auf sich hat. Die Ökostromumfrage des Magazins E&M holt einmal im Jahr ein Stimmungsbild der Ökostrombranche ein. Wir haben die Ergebnisse für Sie zusammengefasst.

Die Themen dieser Ausgabe:

  • Tätigkeitsbericht 2019: deutlicher Anstieg der Zertifizierungsmenge bei ok-power
  • Energiewende in Echtzeit: Energiewendemonitor der ENTEGA
  • Ökostrombranche wieder optimistischer: Ergebnisse der E&M-Ökostromumfrage

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.

 

Ihre Ansprechpartnerin bei Fragen und Anregungen zum Newsletter: 

Philippa Kreis
kreis@ok-power.de
Tel. 040 39 10 69 89 56

 

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Plus 26 Prozent: deutlicher Anstieg der Zertifizierungsmenge beim ok-power-Siegel

Tätigkeitsbericht 2019 erschienen

ok-power, das führende Qualitätssiegel für Ökostromprodukte in Deutschland, verzeichnet für 2019 einen starken Zuwachs von rund 26 Prozent der gesamten Zertifizierungsmenge. Das geht aus dem am 13. August erschienenen Tätigkeitsbericht 2019 hervor.

Insgesamt stieg die Zertifizierungsmenge im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 4,4 TWh (2018: 3,5 TWh). Das entspricht einem Plus von rund 26 Prozent. Dieser Erfolg ist auf den allgemeinen Aufwärtstrend im Ökostromsegment zurückzuführen, zudem konnten zwei große Ökostromanbieter mit umfangreichen Portfolios für die ok-power-Zertifizierung gewonnen werden. Der positive Jahresabschluss übertrifft damit leicht die Prognose für 2019, laut der eine Steigerung von 25 Prozent erwartet worden war.

Zum Jahresende 2019 waren 37 Ökostromprodukte sowie 34 Anbieter und 47 Vertriebspartner zertifiziert.

Für 2020 zeichnet sich derzeit eine niedrigere Zertifizierungsmenge ab. Grund hierfür ist neben zu erwartenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auch die Entscheidung eines großen Anbieters, sein Privatkundenportfolio künftig nicht mehr zertifizieren zu lassen.

Diskussion um Ökostromqualität bleibt notwendig
„Das Ergebnis ist sehr erfreulich und bestätigt uns in unserem Engagement zur Steigerung der Anteile an zertifiziertem Ökostrom am Markt“, sagt Dominik Seebach, Vorstand des gemeinnützigen EnergieVision e.V., der hinter dem ok-power-Siegel steht. „Es soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir nach wie vor große Aufgaben zu bewältigen haben.“ Weiterhin gelte es, die Diskussion um die Qualität von Ökostrom unvermindert weiterzuführen. „Nur Ökostrom mit klar erkennbarem Zusatznutzen leistet einen wirksamen Beitrag zur Energiewende.“

Innovationsgetriebene Zertifizierungskriterien auf dem Vormarsch
Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Kriterien zur Zertifizierung mit dem ok-power-Siegel. Mithilfe eines Expertengremiums, dem Kriterien-Beirat, werden diese immer aktuell und marktgerecht gehalten.

2018 war eine umfangreiche Überarbeitung erfolgt, bei der die ok-power-Kriterien an wichtige Rahmenbedingungen des Ökostrommarkts angepasst wurden. Dazu konnten 2019 erste Erkenntnisse gesammelt werden: „Die Ökostromanbieter nehmen die neuen modulartig aufgebauten Kriterien gut an. Das zuvor favorisierte Händlermodell ist deutlich auf dem Rückzug zugunsten innovationsgetriebener Kriterien, die das Marktgeschehen zukunftsorientiert abbilden“, erklärt Dominik Seebach.

2020 wird sich ok-power intensiv mit dem Thema Bestandsanlagen befassen. Dabei wird es insbesondere um die Frage gehen, wie genau Bestandsanlagen im Rahmen der Zertifizierung perspektivisch anerkannt werden können.

Der Tätigkeitsbericht 2019 steht ab sofort zum Download zur Verfügung.

 

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Energiewende in Echtzeit

ENTEGA visualisiert erneuerbare Energieströme digital

Wie viel tragen regenerative Energien aktuell zur Stromerzeugung bei? Und welcher Anteil des Gesamtbedarfs wird damit gedeckt? In Südhessen bekommt jetzt jeder, der sich diese Fragen stellt, von der ENTEGA rund um die Uhr online eine Antwort.

Energiewendemonitor erhöht Transparenz
Mit dem Energiewendemonitor hat der ok-power-zertifizierte Ökostromanbieter eine digitale Daten-Plattform entwickelt, die anzeigt, wie viel Strom aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse in seinem Versorgungsgebiet erzeugt wird. Der Erzeugung wird der Stromverbrauch der privaten Haushalte, Gewerbe und Industrie gegenübergestellt.

„Die Daten aktualisieren sich im 15-Minuten-Rhythmus und sind dadurch echtzeitbasierend“, erklärt Philipp Schlögl, der das Projekt bei ENTEGA verantwortet. Es ist die erste digitale Übersicht über Energieströme in einem Versorgungsgebiet in Hessen.

Dahinter steht das Ziel, das Umwelt- und Energiebewusstsein der Bürgerinnen und Bürger weiter zu stärken. „Der kommunale Energiewendemonitor ist ein wichtiger Beitrag, um die Akzeptanz für die Umsetzung der Energiewende in unserer Region noch weiter voranzutreiben, weil der Status-quo jederzeit deutlich wird“, sagt Dr. Marie-Luise Wolff, Vorsitzende des Vorstandes der ENTEGA.

Daten auch für einzelne Kommunen verfügbar
Die Plattform führt Netz-, Erzeugungs- und Handelsdaten zusammen, die ENTEGA ohnehin erhebt. Personenbezogene Daten werden nicht gesammelt. Die Informationen können auch auf die Ebene einzelner Kommunen heruntergebrochen werden. Erste Kommunen nutzen bereits das Angebot der ENTEGA, über den Energiewendemonitor ihre regenerativen Projekte öffentlichkeitswirksam darzustellen.

Abrufbar ist der Energiewendemonitor unter: https://energiewendemonitor.entega.ag/.


In dieser Rubrik stellen wir aktuelle Projekte von ok-power-zertifizierten Ökostromanbietern vor. Haben Sie auch Spannendes zu berichten? Erzählen Sie uns von Ihren Projekten – wir erzählen es weiter!

 

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Ökostrombranche wieder optimistischer

Ergebnisse der 15. E&M-Ökostromumfrage

Die Ökostromumfrage des Fachmagazins Energie & Management zeichnet jedes Jahr ein Stimmungsbild der deutschen Ökostrombranche. Die Ergebnisse der mittlerweile 15. Umfrage – unterstützt vom EnergieVision e. V., dem gemeinnützigen Trägerverein von ok-power – wurden am 15. Juli 2020 veröffentlicht.

Demnach konnten einige führende Anbieter, auch getragen von den durch Fridays for Future ausgelösten Debatten und Aktionen zum Klimaschutz, 2019 Kundenzuwächse verzeichnen. Für dieses und das kommende Jahr rechnen eine Reihe von Unternehmen trotz der Corona-Pandemie ebenfalls mit steigenden Kunden- und Absatzzahlen.

Im Aufwärtstrend sind auch die seit Anfang 2019 möglichen grünen Regionalstromtarife, deren Zahl, wie die jüngste E&M-Umfrage zeigt, steigt. Solche Produkte sind möglich, wenn nach den gesetzlichen Vorgaben dafür EEG-geförderte Anlagen in einem Radius von 50 Kilometern zu den Kunden genutzt werden. Die meisten Teilnehmer der E&M-Ökostromumfrage bemängelten jedoch das System der aktuellen Regionalstromkennzeichnung und hielten es für überarbeitungsbedürftig.

Weiterer Ausbau der Erneuerbaren kein Selbstläufer
Im Interview mit dem Fachmagazin sieht Dominik Seebach seine Einschätzung bestätigt, dass Ökostrom bei den Verbrauchern zunehmend gefragt ist. Die in der Studie ermittelte überwiegende Wachstumserwartung habe ihn dennoch positiv überrascht, da er vor dem Hintergrund der Corona-Krise für 2020 insgesamt nicht mit großen Wechselgewinnen bei den Ökostromanbietern rechnet.

Gefragt nach der Bedeutung von zertifiziertem Ökostrom angesichts eines zwischenzeitlichen Erneuerbaren-Anteils von mehr als 50 % am Strommix, betont er: „Der weitere Ausbau erneuerbarer Energien und der Erhalt ausgeförderter Anlagen ist trotzdem kein Selbstläufer. Neue Projekte scheitern nicht an fehlendem Geld, sondern oft genug an der Akzeptanz vor Ort. Ökostromanbieter, die ja auch in die Erzeugung eingestiegen sind, können mit Aufklärungsarbeit und Beteiligungsangeboten ein positives Umfeld schaffen.“

Zunehmend wichtig sei für ihn die technische Systemintegration erneuerbarer Energien. „Genau dafür haben wir beim ok-power-Label das Innovationsfördermodell entwickelt, womit wir solche Anstrengungen auch honorieren.“