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Boom bei Ökostromtarifen: ok-power-Siegel erwartet für 2019 eine Zunahme von zertifiziertem Ökostrom um 25%. Neue Qualitätskriterien sollen Energiewende besser unterstützen

Freiburg 10. Oktober 2018
 
Die Nachfrage nach zertifiziertem Ökostrom ist seit diesem Jahr wieder deutlicher angestiegen als in den Jahren zuvor. ok-power, das führende Qualitätssiegel für Ökostromprodukte, verzeichnet für 2018 einen Zuwachs von mindestens 4% der gesamten nach ok-power-zertifizierten Menge. Für 2019 wird mit einem deutlichen weiteren Zuwachs von über 25% auf 4,4 TWh gerechnet. Zusätzliche Mengen durch mehr Ökostrom-Neukunden, welche aktuell durch die Zuspitzung der Auseinandersetzung um den Braunkohletagebau im Hambacher Forst zum Anbieterwechsel bewegt werden, kommen hier jeweils noch hinzu.
Die erfreuliche Absatzsteigerung von zertifiziertem Ökostrom ist allerdings von der Herausforderung für die Ökostromanbieter begleitet, die Kriterien für wirkungsvolle Ökostromprodukte in Zukunft erfüllen zu können. Das bisher bei ok-power überwiegende Kriterium, mit der Ökostrombeschaffung den zusätzlichen Neubau von
erneuerbaren Energieanlagen ohne öffentliche Förderung zu unterstützen, wird angesichts der immer breiteren Abdeckung durch Fördermöglichkeiten in Europa schwieriger zu erfüllen sein. Vor diesem Hintergrund bietet das ok-power Siegel ab sofort noch mehr Optionen an, mit welchen ein vorbildlicher Beitrag von Ökostromprodukten zur Energiewende anerkannt werden kann. Im Fokus stehen dabei Investitionen in innovative Energiewendelösungen: Der Ökostromanbieter investiert 0,3 ct pro abgesetzter kWh in innovative Projekte, die einen Beitrag zum Gelingen oder Beschleunigung der Energiewende im Strombereich beiträgt. Hierzu können Speicher- und Mieterstromprojekte ebenso zählen wie virtuelle Kraftwerke oder Energieeffizienz-Maßnahmen.
Mit den Ökostromanbietern Lichtblick und EWS Schönau haben sich bereits zwei bundesweit tätige Anbieter nach den Innovationskriterien von ok-power zertifizieren lassen.
Dominik Seebach, Vorstand im EnergieVision e.V., dem Herausgeber des ok-power-Siegels: "2019 wird bereits ein Drittel der von ok-power-zertifizierten Strommenge nach den Innovationskriterien zertifiziert werden. Das bestätigt unsere Absicht, den zusätzlichen Energiewendebeitrag von Ökostromprodukten zukünftig stärker an der Innovationsförderung als nur an der Neubauförderung zu bemessen".

Weitere Neuerungen bei den Kriterien betreffen u.a. die Optionen, den Strombezug aus ehemals geförderten Anlagen als sinnvolle Förderung von Bestandsanlagen anerkennen zu lassen, wenn deren Förderbedarf nachgewiesen wird. Das seit Jahren bewährte Kriterium der Initiierung von Neuanlagen wird ergänzt um die Anerkennung des Engagements zur Errichtung von Anlagen, selbst wenn diese keinen Zuschlag im Rahmen der Ausschreibung erhalten haben. Zudem wird besser anerkannt, wenn initiierte Anlagen von Betreibern langfristig betrieben werden.