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Klimawandel eindeutig messbar

17. März 2020
 
Der Klimawandel ist eindeutig messbar. Das zeigen neue Zahlen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Global betrachtet war das Jahr 2019 das zweitwärmste und die vergangenen fünf Jahre die wärmsten seit Beginn der Klimaaufzeichnungen. 
 
2010 bis 2019 war auch das wärmste Jahrzehnt. Ähnlich zeigt sich die Bilanz für Deutschland. Hier war das Jahr 2019 im Durchschnitt 2,1 Grad zu warm. In elf von zwölf Monaten lagen die Temperaturen über dem Durchschnittsbereich. Auch Trockenheit prägte das Jahr. Weitere extreme Wetterereignisse in Deutschland waren starke Schneefälle in höher gelegenen Teilen des Landes sowie die lange Serie von Sturmtiefs mit Böen bis Orkanstärke.
 
Wasserversorgung besser planen
Auch die DWD-Vorhersagen für das kommende Jahrzehnt zeigen Hitze und Trockenheit für Deutschland. Die Klimavorhersagen könnten Entscheidern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft helfen, jetzt schon Investitionsentscheidungen an den Klimawandel anzupassen, so Tobias Fuchs, Leiter der Klimatologie des DWD. Wasserwerke könnten sich bei der Planung zur Trinkwasserversorgung an den Prognosen orientieren. Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) mahnt anlässlich der zu erwartenden Dürreperioden zu einem sparsameren Umgang mit Wasser. So könne in der Landwirtschaft und der Landschaftspflege beispielsweise behandeltes Abwasser statt Trinkwasser eingesetzt werden.
 
Um die Folgen des Klimawandels einzudämmen, will Deutschland laut dem 2019 verabschiedeten Klimapaket die CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent reduzieren. Die aktuell getroffenen Maßnahmen reichen dafür allerdings nicht aus, wie jüngste Analysen im Auftrag der Bundesministerien für Wirtschaft und Umwelt zeigen. Bei der Vorstellung der Emissionszahlen für 2019 mahnte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) daher jüngst, den Ausbau erneuerbarer Energien nicht weiter zu verzögern.
 
 
Quelle: energate