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Innovative Energieversorger: Kleine Unternehmen auf der Überholspur

03. Dezember 2019
 
In Sachen Innovation machen die großen und finanzstarken Player der Branche den kleineren Energieversorgen längst nichts mehr vor. Das verdeutlicht die Studie "Innovation Benchmark Energiewirtschaft" des Beratungsunternehmens Axxcon. 

Damit bekräftigt die Studie nicht nur ihre Ergebnisse aus dem Vorjahr, sondern zeichnet einen deutlichen Trend: Die kleinen Unternehmen befinden sich auf der Überholspur und konnten im Vergleich zu den großen Anbietern dieses Jahr sogar noch zulegen. "Dies bestätigt die Beobachtung aus den vergangenen Jahren, dass auch kleinere Unternehmen, innovative Produkte und Services auf den Markt bringen können", fasst Stefan Jaschke, Partner bei Axxcon, zusammen.
 
Die Unternehmen Innogy und Eon - deren derzeit stattfindende Fusion zu einem noch mächtigeren Energieriesen führen wird -, führen das Ranking zwar an. Sie müssen sich diesen Spitzenplatz aber mit den Stadtwerken Münster teilen. 2018 befand sich Münster noch im mittleren Bereich des Rankings. Auch auf Platz zwei befindet sich neben dem Großversorger EnBW zum ersten Mal ein Regionalversorger (Stadtwerke Augsburg). Auf Platz drei stehen insgesamt sechs mittelgroße und kleine Unternehmen: Stadtwerke Duisburg, MVV Energie, Rheinenergie, Mainova, die Stadtwerke Iserlohn und die EWE AG. Vattenfall belegt Platz sechs und ist damit im Vergleich zum Vorjahr drei Plätze zurückgefallen.
 
Mobilitätsdienstleistungen auf dem Vormarsch
Im Rahmen der Studie verglich Axxcon das Online-Angebot von 26 deutschen Energieversorgern. Die Leistungen wurden in die vier Rubriken Digitalisierung, effiziente Energienutzung und -erzeugung, Mobilität sowie innovative Services und Vertriebsstrategien eingeteilt. Damit flossen unter anderem Apps, Online-Portale, intelligente Stromtarife, Speichertechnologien oder Themen wie Elektromobilität in die Bewertung mit ein. Die ausgewählten Unternehmen bilden exemplarisch das Spektrum an verschiedenen Größenordnungen ab - von den großen landesweit agierenden Playern bis hin zu kleineren und mittleren Stadtwerken. In den Bereichen effiziente Energienutzung und -erzeugung sowie Digitalisierung ist das Produktangebot seit 2018 kaum gestiegen. Anders sieht das in Sachen Mobilität aus. Hier haben die Unternehmen im Vergleich zum vergangenen Jahr bei Angeboten wie Car-Sharing, Ladestationen oder E-Roller leicht aufgestockt. Die durchschnittliche Anzahl von Mobilitätsprodukten ist von 3,4 auf 4 angestiegen.
 
Deutlichen Nachholbedarf sieht Axxcon bei den Themen innovative Services und Vertriebsstrategien. Lediglich im Bereich Heizungscontracting gibt es eine deutliche Steigerung. 20 Prozent der Unternehmen bieten diese Leistung an, das sind doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Insgesamt sollten die Unternehmen laut Axxcon-Manager Bernard Richter mutiger sein und innovative Services ausprobieren. Großes Entwicklungspotenzial gäbe es unter anderem im Bereich Internet und Telefonie. "Hier könnten die Unternehmen insbesondere im ländlichen Raum mit Glasfasernetzen ein neues, aber naheliegendes Geschäftsmodell aufbauen", so der Experte.
 
 
Quelle: energate