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Globaler Kohleausstieg bringt mehr als er kostet

24. März 2020
 
Ein weltweiter Kohleausstieg ginge mit verringerten Schäden an Gesundheit und Ökosystem einher. Die Kosteneinsparungen in diesen Bereichen seien so groß, dass sie die Kosten für den Ausstieg aus der Kohleverstromung übersteigen, haben Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) mittels Computersimulationen errechnet. 
 
"Im Jahr 2050 sehen wir eine Nettoersparnis von etwa 1,5 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung - das sind 370 Dollar für jeden Menschen auf der Erde", erklärte Gunnar Luderer, Leiter der Energieforschungsgruppe am PIK. Der Effekt trete schon mittelfristig ein. Besonders deutlich sei er in Ländern mit massiver Umweltverschmutzung durch Kohlekraftwerke, etwa in Indien und China.
 
Die Klimaforscher halten es zudem für unmöglich, ohne einen weltweiten Kohleausstieg die globale Erwärmung unterhalb von 2 Grad zu stabilisieren. Wenn jedoch alle Länder aus der Kohle ausstiegen, kämen sie diesem Ziel um 50 Prozent näher. Luderer betonte in diesem Zusammenhang, der Ausstieg aus der Kohle müsse durch weitere ehrgeizige klimapolitische Maßnahmen flankiert werden, "um einen 'lock-in' bei anderen fossilen Brennstoffen wie Öl oder Erdgas zu vermeiden." Das heißt, es muss auch Alternativen zu fossilen Brennstoffen geben, damit die Verbraucher eine Möglichkeit haben, ihren Energiebezug klimafreundlicher zu gestalten. 
 
 
Quelle: energate