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Erneuerbarenanteil am Energieverbrauch steigt deutlich

25. September 2020
 
Strom aus erneuerbaren Energiequellen hat in den ersten drei Quartalen des Jahres 48 Prozent des Bruttoinlandverbrauchs abgedeckt. Insgesamt wurden gut 192 Mrd. kWh Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen erzeugt.
 
Das sei nach vorläufigen Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des BDEW ein Anstieg um fünf Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Gründe für diesen Anstieg sehen ZSW und BDEW vor allem in den günstigen Wetterverhältnissen: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat Windkraft an Land demnach sieben Prozent mehr Strom erzeugt (76 Mrd. kWh) und Windkraft auf See zehn Prozent mehr. Die Stromerzeugung aus PV-Anlagen habe sogar um 13 Prozent zugelegt (46 Mrd. kWh).
 
Doch der Anstieg des Erneuerbarenanteils am Stromverbrauch sei nur zur Hälfte mit der stärkeren Erzeugung zu begründen, heißt es weiter. Die andere Hälfte des Anstiegs sei auf den coronabedingt gesunkenen Stromverbrauch zurückzuführen. In den ersten drei Quartalen 2020 lag die Bruttostromerzeugung bei 414 Mrd. kWh und damit um 7 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. "Die Zahlen machen deutlich: Bis zum Ziel von 65 Prozent Erneuerbare im Jahr 2030 ist es noch ein weiter Weg", resümierte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Für dieses Ziel sei eine ambitioniertere EEG-Novelle notwendig, bekräftigte sie erneut die Kritik ihres Verbandes an der jüngsten Reform. Der aktuelle Entwurf brauche trotz vieler richtiger Ansätze Nachschärfungen an einigen Stellen. Als Beispiel nannte sie die Themen Eigenversorgung, ausgeförderte Anlagen und den Umgang mit einer Stromeinspeisung bei negativen Börsenpreisen.
 
 
Quelle: energate