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Energiegenossenschaften schließen PPA-Vertrag

04. März 2020
 
In Süddeutschland haben die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und die Energiegenossenschaft Inn-Salzach (Egis) einen PPA-Vertrag abgeschlossen. Der Vertrag hat Premierencharakter. 
 
Erstmals haben zwei Genossenschaften ein solches Power Purchase Agreement (PPA) unterzeichnet. Die jährlich erzeugte Strommenge von etwa 4,7 Mio. kWh aus der Egis-Anlage, werde ohne Zwischenhändler direkt in den Bilanzkreis des Ökostromanbieters EWS mit Sitz in Schönau (Baden-Württemberg) eingespeist, teilte EWS mit. Die Anlage hat die Max Solar GmbH im Auftrag von Egis im niederbayerischen Unterdietfurt errichtet.
 
Bei der Anlage handelt es sich damit nicht typischerweise um eine Post-EEG-Anlage, sondern einen neuen Solarpark mit 4,3 MW Leistung. Im Oktober 2019 erfolgte der Netzanschluss. Besonders für kleinere Energiegenossenschaften bergen Ausschreibungsverfahren ein erhebliches Risiko, auf den Planungs- und Projektierungskosten sitzen zu bleiben, wenn das Projekt im Ausschreibungsverfahren keinen Zuschlag erhält, erläuterte eine Sprecherin der EWS die Entscheidungsgründe zugunsten eines PPA-Vertrags. Für den Stromabnahmevertrag gilt bis Ende 2024 ein vertraglich vereinbarter Vermarktungspreis. Damit bewege sich die Laufzeit im für PPAs üblichen Rahmen, so die Sprecherin. "Was danach geschehen wird, ist offen. Das hängt davon ab, wie die Marktbedingungen zu diesem Zeitpunkt sein werden."
 
Strom aus PPA fließt in das EWS-Portfolio
"Der gelieferte Ökostrom bildet einen Teil unseres Portfolios, den wir unseren Kunden zur Verfügung stellen", so die EWS-Sprecherin weiter. Das Vertragsvolumen entspricht etwa einem Prozent des Strombedarfs von über 200.000 Kunden der EWS Schönau. Der Ingenieursdienstleister Max Solar, der nach eigenen Angaben bei der PPA-Markterprobung in Deutschland zu den Vorreitern zählt, hat die Egis eG bei den Planungen beraten. "Wir freuen uns sehr, dass wir nun mit dem Stromliefervertrag zwischen Egis und EWS das erste genossenschaftliche Projekt dieser Art begleiten und entsprechend der Planungen in die Vermarktung bringen konnten", so der Geschäftsführer von Max Solar, Christoph Strasser.
 
 
Quelle: energate