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Bevölkerung steht hinter der Windkraft

31. Oktober 2019
 
Trotz vieler Probleme beim Ausbau ist die Zustimmung für die Windkraft in Deutschland weiterhin hoch. Mehr als 80 Prozent der Bundesbürger halten die Windenergienutzung für wichtig oder sehr wichtig. Zwei Drittel fordern, mehr Flächen dafür auszuweisen, zeigt eine Umfrage im Auftrag der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind).
 
Der zuletzt stockende Zubau der Onshore-Windenergie wird häufig mit zunehmenden Protesten gegen Windenergieanlagen in Verbindung gebracht. Um mehr Akzeptanz zu schaffen, beschloss die Bundesregierung im aktuellen Klimapaket feste Abstandsregeln für den Bau von Windparks. Durch den Schritt sinkt allerdings die Anzahl möglicher Standorte.

"Schweigende Mehrheit" für Windkraft
Laut den Zahlen der FA Wind gibt es allerdings in der Bevölkerung kein Akzeptanzproblem: Auch dort, wo bereits Windkraftanlagen stehen, ist die Zustimmung zur Windkraft mit 78 Prozent groß. Rund 70 Prozent der Befragten ohne Windenergie im Umfeld haben zudem grundsätzlich nichts gegen den Bau einzuwenden. Die Umfrage versucht dabei bewusst ein Stimmungsbild derer abzubilden, die sich öffentlich weder für noch gegen die Windkraft engagieren. Das Ergebnis: Bei dieser "schweigenden Mehrheit" liegt die Zustimmung für bestehende oder neue Anlagen stabil über 70 Prozent.

Vertreter der Windbranche betonen immer wieder, dass es vor Ort zwar teilweise laute Proteste gibt, die aber oft nur für eine Minderheit der Bevölkerung sprechen. Die FA Wind wollte zudem wissen, welche Maßnahmen aus Sicht der betroffenen zu einer höheren Akzeptanz führen könnten. Über 80 Prozent der Befragten gaben an, dass die Verwendung der Einnahmen aus Windparks zu Verbesserung der Lebensverhältnisse vor Ort wichtig sei. 79 Prozent gaben an, günstigere lokale Strompreise seien ebenfalls ein gutes Mittel. Als geeigneter Weg wird zudem die Einbindung lokaler Akteure genannt.

VKU: Bundesregierung muss bei Abstandsregeln nachsteuern
FA-Wind-Geschäftsführerin Antje Wagenknecht sagte, die Umfrage zeige, dass die Akzeptanz für Windkraft in der Bevölkerung groß sei. Dies sollte auch in der politischen Debatte zum Tragen kommen. So müssten die mit der Windenergie verknüpften Chancen stärker thematisiert werden. VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche forderte die Bundesregierung angesichts der Zahlen der FA Wind auf, die geplanten einheitlichen Abstandsregeln zu überarbeiten. Die bewirkten an vielen Standorten, dass kein Repowering möglich sei. "Die Bundesregierung muss hier zügig nachsteuern", so Reiche. 
 
Quelle: energate