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Baden-Württemberg kündigt PV-Pflicht an

14. Mai 2020
 
In Baden-Württemberg ist die Photovoltaik-Pflicht nun Teil der anstehenden Klimaschutzgesetz-Novelle. Sie soll ab 2022 für Neubauten im Nicht-Wohnbereich gelten, wie ein Sprecher des Umweltministeriums auf energate-Nachfrage erläuterte. 
 
Damit führt Baden-Württemberg noch vor allen Bundesländern eine PV-Pflicht ein. "Mit diesem Gesetz schaffen wir eine neue Grundlage für zukunftsweisenden Klimaschutz im Land", so Landesumweltminister Franz Untersteller (Grüne). Der Landtag will die Änderung des Klimaschutzgesetzes von 2013 noch vor der Sommerpause beschließen.
 
Ob Parkhäuser oder Lager- und Produktionshallen - laut dem Minister gibt es im Nichtwohnbereich ein enormes Potential für große Dachanlagen. Für den Politiker ist die geplante PV-Pflicht jedoch erst der Anfang. In den kommenden Jahren müsse eine allgemeine PV-Pflicht für alle Neubauten greifen, auch über Baden-Württemberg hinaus. Das habe nicht nur klimapolitische Gründe, sondern schaffe zudem Arbeitsplätze. Beim Thema Wärmeplanung richtet sich die anstehende Novelle vor allem an die Kommunen des Landes. Diese sollen nach der Gesetzesänderung verpflichtet sein, eine umfassende Wärmeplanung vorzulegen. Das könne innovative Quartierskonzepte oder den Ausbau der Wärmenetze voranbringen, hofft Untersteller. Die Kosten für die Planung trage das Land. 
 
 
 
Quelle: energate