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11. E&M-Ökostrom-Branchenumfrage

02.09.2016
 

Die Zeitschrift Energie & Management veröffentlichte am 15. August die 11. E&M-Ökostrom-Branchenumfrage. Daraus geht hervor, dass der freiwillige Ökostrommarkt weitgehend stabil bleibt, jedoch kaum noch Zuwächse zu verzeichnen hat. Dass einige Medien aus den Zahlen einen Rückgang des Marktes interpretierten, liegt vermutlich eher an der gesunkenen Zahl der an der Umfrage teilnehmenden Ökostromanbieter. Vor allem die Discounter, die in der letzten Umfrage von vor zwei Jahren mit hohen Kundenzahlen beeindruckten, haben größtenteils keine Daten für die aktuelle Umfrage bereitgestellt. Über die Gründe kann nur spekuliert werden.

Rund die Hälfte der Ökostrom-Anbieter, die an der Umfrage teilnahmen, geht für das laufendende Jahr 2016 von zunehmenden Kundenzahlen aus. Für 2017 erwartet jedoch nur noch ein Viertel der Anbieter ein Kundenwachstum. Optimismus sieht anders aus.

Auch die kommerziellen Wechselportale haben sich in jüngster Zeit zu Wort gemeldet: Die Mehrheit der neuen Ökostromkunden käme vorwiegend den Discountern zu Gute, die Ökostromtarife ohne Zusatznutzen für die Energiewende anbieten. Wie viele der Ökostromkunden über welchen Vertriebskanal wechseln, ist kaum bekannt. Bei ok-power-zertifizierten Anbietern geschieht dies in der Regel nicht über die provisionsbasierten Portale, sondern hauptsächlich über  eigene Vertriebskanäle der Anbieter und in einigen Fällen auch über den ok-power-Tarifrechner. Kunden, die sich bewusst für wirksame Ökostromprodukte entscheiden, zählen ohnehin nicht zur typischen Zielgruppe der Wechselportale.

Dem harten und freudlosen Preiskampf setzen vor allem Anbieter mit ok-power-zertifizierten Produkten eine Differenzierung mit hochwertigen Produkte entgegen, die einen garantierten Beitrag zum Erfolg der Energiewende leisten. So hat sich z.B. der Absatz der ok-power-zertifizierten Produkte der ASEW-Mitgliedsunternehmen im letzten Jahr um rund ein Drittel erhöht.

Insofern lässt sich vermuten, dass sich die Segmentierung des Ökostrommarktes in „wirkungsvoll“ und „nicht oder kaum wirkungsvoll“ noch weiter verschärfen wird.