Zertifizierungsmodelle

Um das ok-power-Gütesiegel zu erhalten, werden die Ökostrom-Produkte in einem Zertifizierungsverfahren von unabhängigen Gutachtern überprüft. Dafür gibt es drei verschiedene Modelle, die im Kriterienkatalog ausführlich beschrieben sind:

Innovationsfördermodell

Das Innovationsfördermodell wird ab 1.1.2016 eingeführt Der Ökostromanbieter verpflichtet sich hierbei, für jede an seine Kunden abgesetzte Kilowattstunde einen Förderbeitrag in ein einen „Innovationsfonds“ einzuzahlen.  Mit den Förderbeiträgen der Ökostromkunden werden innovative Technologien und zukünftige Geschäftsmodelle gefördert, die die Energiewende in besonderem Maße voranbringen und die die Anforderungen des EnergieVision e.V. erfüllen. Dabei liegt der Fokus des Innovationsfördermodells auf den für die Energiewende erforderlichen vielfältigen Maßnahmen außerhalb des Bereichs der Energieerzeugungdie heute wegen mangelnder Marktreife bzw. Wirtschaftlichkeit noch nicht unter wettbewerblichen Bedingungen umgesetzt werden können und somit einer Förderung bedürfen. 

Maßnahmen zur Energieerzeugung sind im Innovationsfördermodell nur in Ausnahmefällen zulässig.

Im Innovationsfördermodell geförderte Maßnahmen tragen beispielsweise zur Energiewende bei, indem sie

  • durch Energieeffizienzmaßnahmen den Strombedarf reduzieren,
  • durch innovative Speichertechnologien bzw. Demand-Side-Management-Maßnahmen und intelligente Steuerung (virtuelle Kraftwerke) Stromangebot und Stromnachfrage im Zeitverlauf effizienter aufeinander abstimmen,
  • durch Bildungsmaßnahmen gesellschaftliche und unternehmerische Akteure befähigen, selbst für die Energiewende aktiv zu werden. 

Initiierungsmodell

Dieses Modell hat ok-power 2011 eingeführt, um einen konstanteren Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu erreichen. Der Ökostromanbieter beliefert den Kunden mit Strom aus erneuerbaren Energien. Darüber hinaus muss der Anbieter den Bau von neuen regenerativen Erzeugungsanlagen initiieren und darf dafür bestehende gesetzliche Förderregelungen in Anspruch nehmen. Er muss nachweisen, dass 50 Prozent der Strommenge, den die Neukunden verbraucht haben, durch selbst initiierte Anlagen innerhalb von fünf Jahren regenerativ erzeugt und ins Stromnetz eingespeist wurde. Ist die „Neukundenregelung“ erfüllt, muss der Anbieter dafür sorgen, dass jährlich neue regenerative Anlagen initiiert werden, die eine Strommenge in Höhe von vier Prozent des Stromverbrauchs der Bestandskunden erzeugen. Das führt dazu, dass die regenerativen Anlagen im Turnus von 25 Jahren erneuert und dem aktuellen Stand der Technik angepasst werden.

Händlermodell

Der Ökostromanbieter beliefert den Kunden mit Strom aus erneuerbaren Energien. Um einen Anreiz zum Neubau von Ökostrom-Erzeugungsanlagen zu geben, muss mindestens ein Drittel des Stroms aus Anlagen kommen, die nicht älter sind als sechs Jahre. Ein weiteres Drittel des Stroms muss aus Anlagen kommen, die nicht älter als zwölf Jahre sind. Die Anlagen beider Kategorien dürfen nicht durch das EEG oder vergleichbare Mechanismen im Ausland förderfähig sein, um eine Doppelförderung auszuschließen.

 

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